Kapitel 1 - Einführung Flashcards Preview

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Flashcards in Kapitel 1 - Einführung Deck (19)
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1

Entrepreneurship als Geisteshaltung

Entrepreneurship bezeichnet eine unternehmerische Denk- und Handlungsweise.
Dabei steht das Erkennen und Ausschöpfen unternehmerischer Chancen im Fokus

2

Merkmale unternehmerischen Verhaltens

Innovativität
Proaktivität
Risikobereitschaft

-> Entre bezieht sich damit nicht nur auf Unternehmensgründungen und junge Unternehmen, sondern auf jegliche Organisationen, in denen dieses Verhalten existiert

3

Was ist social Entrepreneurship?

Unternehmerisches Verhalten zur Lösung eines gesellschaftlichen Problems

Beispiele: Arbeiterkind, Foodwatch

4

Was ist Corporate Entrepreneurship?

Unternehmerisches Verhalten innerhalb bestehender Organisationen

Beispiele: Google, 3M

5

Typische Eigenschaften von Entrepreneuren

Leistungsmotivation
Kreativität und Innovativität
Unabhängigkeitsstreben
Vision
Leidenschaft
Risikoneigung
Unsicherheitstoleranz
Durchsetzungsfähigkeit
Eigeninitiative
Problemlösungsfähigkeit
Chancenorientierung

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Verhaltensbezogener Ansatz: Einflussfaktoren auf die Gründungsneigung

Theorie des geplanten Verhaltens

Die Einstellung zu Selbstständigkeit, die subjektiven Normen (z.B. soziales Umfeld) und die interne Verhaltenskontrolle (z.B. man traut sich Selbstständigkeit zu) wirken sich auf die Gründungsneigung aus, welche wiederum das unternehmerische Verhalten bestimmt

7

Warum sind Gründungen gut für die Wirtschaft?

Mehr Arbeitsplätze, mehr Innovationen

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Gründe für überdurchschnittliche Gründungsaktivität in den USA

- Landeskultur fördert Risikoübernahme und Verfolgen von Chancen
- Hohe Wahrnehmung umausgeschöpfter unternehmerischer Chancen ("alertness")
- Hoher Anteil an Fachkräften mit Management- bzw. technischen Qualifikationen
- Führend in der Grundausbildung (in Schulen und Hochschulen)
- Relativ geringe Angst zu scheitern

9

Treiber für Gründungsaktivität in Deutschland

- Physische Infrastruktur
- Schutz geistigen Eigentums (Patente etc.)
- Wertschätzung neuer Produkte/Dienstleistungen aus Konsumentensicht
- Berater und Zulieferer für neue Unternehmen
- Marktdynamik

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Barrieren für Gründungsaktivität in Deutschland

- Finanzierung
- Gesellschaftliche Werte und Normen (Kultur)
- Wissens- und Technologietransfer
- Marktzugangsbarrieren
- Außerschulische Gründungsausbildung
- Regulierung, Steuern
- Arbeitsmarkt
- Priorität und Engagement der Politik
- Schulische Gründungsausbildung

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Die Entdeckung unternehmerischer Chancen (opportunity discovery)

Phasen

Unternehmerische Chance
Erkennen
Bewerten
Nutzen

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Die Entdeckung unternehmerischer Chancen (opportunity discovery)

Existenz von unternehmerische Chancen

- Wirtschaftliches Ungleichgewicht
- Asymmetrische Informationen

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Die Entdeckung unternehmerischer Chancen (opportunity discovery)

Erkennen von unternehmerischen Chancen

- Persönlichkeitsmerkmale
- soziales Netzwerk
- Vorwissen

-> Unternehmerische Aufmerksamkeit ("alertness")

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Die Entdeckung unternehmerischer Chancen (opportunity discovery)

Bewerten -> wesentliche Einflussfaktoren

Wesentliche Einflussfaktoren:
- Eigenschaften der Chancen
- Individuelle Unterschiede

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Die Entdeckung unternehmerischer Chancen (opportunity discovery)

Nutzen -> Formen der Nutzung

- Marktlösung
- Institutionelle Lösung

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Welche Ansätze werden beim Aufgreifen von Chancen unterschieden?

Entdeckungsansatz vs. Entstehungsansatz

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Entdeckungsansatz (opportunity discovery)

Herkunft der Chancen:
Unternehmerische Chancen existieren unabhängig von Aktivitäten einer Person und warten darauf, entdeckt und genutzt zu werden. (Kirzner'sche Gelegenheit)

Unternehmer:
Entdecken eine neue Zweck-Mittel-Beziehung. Suchen aktiv nach unternehmerischen Chancen und haben eine besondere Neigung diese wahrzunehmen (alertness).

notwendige Informationen:
Der Besitz des passenden, vorher verfügbaren Wissen führt zur Wahrnehmung der unternehmerischen Chance

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Entstehungsansatz (opportunity creation)

Herkunft der Chancen:
Unternehmerische Chancen sind nicht einfach da, sondern entstehen erst in iterativem Prozess des Agierens und Reagierend / der kreativen Zerstörung (Schumpeter'sche Gelegenheit)

Unternehmer:
Schaffen eine neue Zweck-Mittel-Beziehung. Unterscheiden sich nicht unbedingt von anderen Personen und können sich bei der Erschaffung von Chancen selbst verändern

notwendige Informationen:
Als Resultat eines evolutionären Prozesses ist Ergebnis der Schaffung von Unternehmerischen Chancen offen und vorab unbekannt. Chancen stehen zum Teil in keinem Zusammenhang zu derzeitig verfügbarem Wissen

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Beispiele für Kirzner'sche und Schumpeter'sche Sichtweise

Kirzner'sche Sichtweise:
- weniger neuartig, eher Optimieren von bestehenden Ideen
- z.B. Franchise

Schumpeter'sche Sichtweise:
- starke Einschnitte, radikale Innovationen
- z.B. Glühbirne, Licht, Internet, Nanotechnologie